10 Jahre AG Lesben in der GEW
Am 21.11.1991 fand in den Räumen der GEW das erste Treffen lesbischer Lehrerinnen statt. Zwei lesbische Lehrerinnen und engagierte GEWlerinnen hatten das Treffen organisiert und in den Medien angekündigt. Entsprechend viele Frauen waren da. Nachdem sich die Frauen bekannt gemacht hatten, entstand schnell das Bedürfnis nach regelmäßigen Zusammenkünften. Bei den nächsten Treffen in der Geschäftsstelle der GEW fand ein reger Austausch statt.
Einige aktive Frauen waren im nächsten Jahr, 1992 bereit, eine AG Lesben in der GEW zu gründen. Der Vorstand unterstützte diese Initiative. Die AG lesbischer Lehrerinnen wurde dabei zur Arbeitsgemeinschaft lesbischer Lehrerinnen, Erzieherinnen und Wissenschaftlerinnen. Und so sorgte sie im Weiteren für einen guten Austausch zwischen diesen Berufsgruppen.
Den Berliner Frauen war es bald nicht mehr genug, auf Landesebene zu arbeiten und so bereiteten sie bald mit Nordrhein Westfalen ein Treffen «Lesben und Schule» auf Bundesebene vor. In mühsamer Kleinarbeit stellten sie Kontakte zu Frauen in anderen Bundesländern vor. 1994 fand das erste Bundestreffen in einem Tagungshaus in Feldberg/Mecklenburg statt. Für viele anreisende Frauen war dies die erste «Ostererfahrung».
Inzwischen hat sich vieles geändert. In diesem Jahr fand das neunte Bundestreffen statt. Es hat erheblich zur besseren Vernetzung von Lesben, die im Schul- und Erziehungsbereich arbeiten, beigetragen. Nachdem das erste Treffen mit persönlichen Mitteln finanziert wurde, hat inzwischen die GEW die Zuständigkeit übernommen und die jährliche Fortbildung «Lesben und Schule» wird vom Bundesministerium für Frauen unterstützt. Außerdem hat sich auf Bundesebene 1999 bei der GEW eine Arbeitsgruppe Lesben und Schwule in der GEW gegründet. In ihrer kurzen Zeit hat die «AG 7» viel erreicht. Larissa Klinzing, die für die AG verantwortlich ist, sorgte dafür, dass diese wichtige Stellungsnahmen zum Thema «Homoehe» und bezüglich der innergewerkschaftlichen Arbeit von Schwulen und Lesben herausgibt.
Eine Broschüre und ein Flyer wurden herausgegeben, der über die GEW zu beziehen ist.
Auch in der AG Lesben Berlin war das Lebenspartnerschaftsgesetz ein Thema. Politikerinnen wurden in die Geschäftstelle der GEW eingeladen um mit ihnen zu diskutieren.
Trotz Kritik an dem Gesetz - denn wie können wir uns, als mit Erziehung Beauftragte, die gemeinsame Adoption von Kindern verbieten lassen - haben sich schon zwei Frauen der AG Lesben verpartnert (siehe Foto). Inzwischen ist die AG Lesben Teil des Frauenausschusses der GEW und zwei ihrer Mitglieder sind in dessen Sprecherinnenrat. Hier findet ein wichtiger Austausch zwischen sehr unterschiedlichen Frauen und Meinungen statt.
Die AG Lesben nimmt seit einigen Jahren regelmäßig am CSD teil, organisiert Veranstaltungen und Tagungen. Inzwischen haben sich ihre Treffen in einen Frauenort, die «Begine» verlagert.
Leider sind die AG Lesben Berlin und der AK Lesben in Baden Württemberg weiterhin bundesweit die einzigen offiziellen GEW Arbeitsgruppen von Lesben.
Neue Teilnehmerinnen sind in unserer Gruppe immer gern gesehen.
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